Russland Nord – Gruppe 2 – 2018 – Etappe 6

In der nordischen Bergwelt

Liebe Freunde des Nord-Ostens!

Kandalakscha ist eine kleine Industriestadt am westlichsten Zipfel des Weißen Meeres.

Hier stehen wir an der Talstation eines Skiliftes.

Der „Kreuzberg“ im Stadtgebiet ist zwar nicht so hoch, aber die Piste dürfte den ganzen Winter über schneesicher sein.

Eine kleine Spazierfahrt führt uns in den alten Ortskern, wo heute noch die urigen Holzhäuser mit bewirtschafteten Gärtchen stehen, die der Selbstversorgung dienen.

Die Landzunge mit einigen Denkmälern ist gleichzeitig der geschichtsträchtigste Platz,

… denn hier befand sich einst ein ebenso altes Kloster wie auf Solowki, an das aber außer dem Namen Monastirski Navolok nur noch wenig erinnert.

Ein abgebranntes Hotel beherrscht das Bild und die malerische Küstenlandschaft, wo im Sommer regelmäßig Segelregatten abgehalten werden.

Im Juli dieses Jahrs gab es hier auch das Festival “Gandvik”.

Wir fahren weiter entlang der malerischen Küste…

… nach Kolwitza, wo das gleichnamige Flüsschen ins Meer fließt.

Hier steppt der Bär nicht, nein – er angelt gemütlich.

Einwohner, zumeist Samen, pflegen ihre Geschichte.

Uns scheint die Abgeschiedenheit romantisch, aber im Polarwinter hier zu wohnen ist sicher kein Spaß, weshalb viele Häuschen nur als Sommerresidenz dienen.

Nach einer weiteren Fahretappe gen Norden erreichen wir Kirowsk.

Das hiesige botanische Institut, wo wir stehen dürfen, hat sowjetischen Charme, aber auch viele botanische Schönheiten zu bieten.

Wie wir bei einer Führung erfahren, werden hier allerlei Pflanzen auf ihre Polartauglichkeit getestet.

Auch eine Orangerie mit exotischen Pflanzen ist vorhanden.

Im Kakteen- und Sukkulentenhaus.

Der Spaziergang endete an einem der ehemaligen Gletscherseen des Kirowgebirges.

Dann lud Holger zu einem Umtrunk auf seinen Geburtstag ein.

Der nächste Tag brachte zum Glück wieder schönes Wetter für unsere Wanderung in die Berge.

Unsere Führerin erzählt, es ist noch nicht allzu lange her, dass der Schnee die Bäume losließ.

Daher rührt der scheinbar „tanzende Wald“ der Bergtundra, die hier schon ab einigen hundert Metern über Meeresspiegel anfängt.

Viele empfanden die Wanderung als willkommenen Ausgleich zum vielen Sitzen im Womo.

Erst beim Mittagessen im Zentrum saßen wir wieder …

Dann Besuch des hiesigen Bergbau- und Heimatmuseums.

Für Rüdiger und Renate mit ihrem geländegängigsten Gefährt machte das „joyride-team“ gegen Abend noch eine kleine Ausfahrt ins Gelände:

Naturgemäß verschmelzen dann Straßen und Wege mitunter zu Schlammlöchern, Wasserstraßen und Geröllbergen.

Offroadfahren heißt an Grenzen gehen…

… also fuhren wir soweit wir kamen.

Beim Rückweg war dann Zusammenarbeit gefragt.

Nur ein kleiner Vorgeschmack auf die kommenden Touren von „AllradOSTEN“ die Kostya im Newsletter angekündigt hat.

Die Schönheiten der herben nördlichen Landschaft machen Appetit auf mehr Fahrspaß durchs Gelände. Wer noch Lust drauf hat – bitte melden!

Zum Ausklang des laaaaangen Abends gabs für die beteiligten Kameraden in Kirowsk dann noch einen Hamburger mit Bier und Fußball-WM – was will man mehr?

Morgen brechen wir auf zur vorletzten Etappe nach Murmansk!

Bleibt also dran,

Euer Team