Oman – Überwintern im Orient 2018 – Etappe 4

Iran – Von der Grenze bis Teheran (Teil 1)

Liebe Reisefreunde,

schön, dass ihr wieder dabei seid. Wir sind im Iran angekommen! Der Grenzübergang zwischen Aserbaidschan und Iran war für uns relativ schnell und einfach dank unseres Helfers, der an der iranischen Grenze gewartet hat. Ohne Sirous hätte es bestimmt viel länger gedauert! Einziger Wermutstropfen: Aus einem nicht abgesperrten Fahrzeug von uns wurden zwei Smartphones gestohlen. So was kann allerdings überall passieren in einem solchen Gewusel.

 

Stellplatz in Teheran vor dem Chomeini-Mausoleum.

 

LKW an der Grenze. Reifenprofil? Interessiert den Besitzer nicht…

Wir übernachten in Astara nicht weit von der Grenze entfernt. Die Hotelanlage liegt am Seeufer mit schönem Blick auf das Gebirge am Horizont. Dort werden wir gleich mit allem versorgt, was wir brauchen: Wasser, Strom, Telefonkarten und Empfangsgeld. Der offizielle Kurs zwischen Iranischem Rial und Euro liegt bei 47.850 Rial für 1 Euro. Inoffiziell bekommt man für 1 Euro 1.200.000 Rial.

 

So viele Rial bekommt man für 50 Euro.

 

Als wir am nächsten Tag Astara verlassen, fahren wir an Reisfeldern vorbei. Unser Ziel ist Bandar Anzali, die wichtigste iranische Hafenstadt am Kaspischen Meer. Die Straßen sind in gutem Zustand, das Fahrverhalten der Einheimischen eher gewöhnungsbedürftig. Ararat vermutet, dass die meisten Fahrer im Iran nur einen Motorrad-Führerschein bekommen haben, deswegen fahren sie mit dem Auto wie mit dem Motorrad. Und wie die Motorradfahrer im Iran fahren – das ist ein Thema für sich…

 

Straße Richtung Bandar Anzali

 

Unsere Womos wecken großes Interesse bei den Einheimischen.

 

Der Markt von Bandar Anzali ist unser Ziel am nächsten Morgen. Sirous führt uns über den Markt und präsentiert uns die einheimischen Spezialitäten.

 

Sirous zeigt uns süße Zitronen.

 

Die Preise sind meistens in Toman ausgezeichnet. 1 Toman entspricht 10.000 Rial.
Nach dem Einkaufen besuchen wir das Palace Museum und speisen anschließend gut in einem Restaurant in der Stadt. Ein interessanter Tag in der 120.000-Seelen-Stadt ist damit zu Ende.

 

Am Folgetag erreichen wir gegen Mittag unseren Stellplatz, der sich zehn Kilometer von Teheran entfernt am Chomeini-Mausoleum befindet. Das Mausoleum beherbergt das Grab von Ruhollah Chomeini, seiner Frau und seinem zweiten Sohn. Das etwa zwei Milliarden Dollar teure Projekt von Architekt Mohammed Techrani befindet sich noch im Bau.

 

Grabstätte von Ajatollah Chomeini

 

Ein komfortabler Bus holt uns am 7. Dezember um 9:00 Uhr früh zur Stadtbesichtigung nach Teheran ab. Die iranische Hauptstadt ist mit offiziell 8,7 Millionen Einwohnern gleichzeitig auch die größte Stadt des Landes.

 

Auf dem Programm steht auch die Besichtigung des Golestanpalasts, dem ehemaligen Regierungspalast aus dem 18. Jahrhundert, der 2013 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen wurde.

 

Nach dem Golestanpalast fahren wir zum Fernsehturm Borj-e Milad.

 

Der Fernsehturm Borj-e Milad oder auf Deutsch „Turm der Geburt“ hat eine Gesamthöhe von 435 Meter und ist damit der sechsthöchste Fernsehturm der Welt. In seinem Inneren kann man Objekte moderner Kunst betrachten oder im größten Turmrestaurant der Welt (400 Plätze) einkehren. Wir haben klares, sonniges Wetter und einen wunderbaren Blick über die Stadt.

 

Teheran aus der Vogelperspektive

 

Haltestelle in Teheran

 

Danach essen wir wieder gut und landesspezifisch und kehren zurück zum Parkplatz mit dem perfekten Blick auf das Chomeini-Mausoleum.

 

So wird serviert: Lammfleisch mit Reis.

 

Chomeini-Mausoleum

Jetzt fahren wir weiter in Richtung Yazd – darüber berichten wir im zweiten Teil unseres Iranberichts.

Euer Team vor Ort Oleg, Alexander und Ararat