Oman – Überwintern im Orient 2018 – Etappe 2

Georgien: Kontraste, Wahlen und fruchtige Weine

Liebe Reisefreunde,

die nächste Etappe unserer Tour Richtung Oman führt uns durch das gastfreundliche Georgien. Das christliche Land im Kaukasus hat viele Facetten: sieben Klimazonen von subtropisch bis alpin, Metropolen-Lifestyle ebenso wie ursprüngliches Landleben, postmoderne Architektur ebenso wie historische Sakralbauten, technischer Fortschritt ebenso wie ein gelebter Glaube.

 

Fähre

 

Beim Backgammon-Duell mit einem Mitpassagier.

Wir genießen unseren Aufenthalt auf der Fähre – so viel Zeit sich zu entspannen, auszuschlafen, Bücher zu lesen und Dokus anzuschauen werden wir so schnell nicht mehr haben! Unsere Tiefenentspannung wird lediglich kurz unterbrochen, als ein betrunkener LKW-Fahrer Lärm macht. Die Mannschaft der Fähre springt aber gleich ein und schiebt den Mann sachte in eine separate Kabine.

Die Grenzformalitäten sind schnell erledigt – direkt an Bord. So können wir nach Ankunft sofort aus der Fähre ausfahren. Unser Vorhaben, noch schnell Versicherungen für die gesamte Gruppe abzuschließen, müssen wir leider aufgeben. Die Frau am Schalter arbeitet so langsam, dass dies mehrere Stunden gedauert hätte. So fahren wir direkt weiter zu unserem Stellplatz in Batumi.

 

Weil wir in Odessa mit deutlicher Verspätung gestartet sind, dockt unsere Fähre dementsprechend auch später in Batumi an. So können wir die zweitgrößte Stadt Georgiens bei Nacht betrachten. Uferpromenade, Casinos und Wolkenkratzer sind bunt beleuchtet – ein ganz anderes Bild als der Hafen in der Ukraine. Ein weiteres Plus: Es ist auch viel wärmer.

Am nächsten Tag gönnen wir uns einen langsamen Start in den Tag und starten gegen Mittag unsere Stadtbesichtigung. Die Hafenstadt Batumi ist auch die Hauptstadt der georgischen Republik Adscharien und hat rund 150.000 Einwohner. Wir genießen unsere Zeit in Batumi sehr!

 

Am Abend kehren wir in einem gemütlichen Restaurant mit typischen georgischen Speisen und Getränken sowie georgischer Folklore ein. Mutig probieren wir uns auch selbst an der georgischen Küche.

 

Am nächsten Tag brechen wir auf in Richtung Tiflis (Tbilisi), Georgiens Hauptstadt. Unterwegs haben wir die Möglichkeit hautnah zu sehen, wie die Menschen auf dem georgischen Land leben und stellen fest: Das Leben in der Provinz unterscheidet sich sehr deutlich vom Leben in Batumi.

 

Ein Wagen der modernen, reformierten Polizei Georgiens.

 

Am nächsten Morgen werden wir von einem Bus abgeholt, der uns zur Swetizchoweli-Kathedrale in Mzcheta bringt. Mzcheta war eine wichtige Handelsstadt an der Seidenstraße und ist heute Georgiens religiöses Zentrum.

An diesem Tag ist trotz Werktag sehr wenig Verkehr auf den Straßen. Unsere Stadtführerin lüftet dieses Geheimnis für uns – es sind Präsidentschaftswahlen, die Bevölkerung hat dafür freibekommen. Die Wahlen verschonen uns also vom Berufsverkehr.

 

Tbilisi

 

Berichterstattung zu den Präsidentschaftswahlen.

Anschließend besichtigen wir Tbilisi. Mit der Seilbahn fahren wir zur Festung Nariqala hinauf. Von dort aus wandern wir auf dem Panoramaweg zur Statue der „Mutter Georgiens“. Mittags legen wir eine Pause ein und probieren in urigen Restaurants heimische Gerichte und Weine.

 

Tbilisi bei Nacht.

 

Verkauf am Straßenrand.

 

Ararat mit Teamfahrzeug.

 

Meeting vor der Ausreise.
Unser kurzer Aufenthalt in Georgien geht bereits zu Ende und wir fahren weiter in Richtung Grenze. Das nächste Mal berichten wir bereits aus Aserbaidschan!

Euer Team vor Ort Oleg, Alexander und Ararat